Dr. Matthias Quent

Dr. Matthias Quent

Mitglied im Institutsrat, Sprecher Teilinstitut Jena, Mitglied im Ausschuss Innovation und Strategie, Projektleiter

Standort Jena

Kurzprofil

Dr. Quent ist Soziologe und Gründungsdirektor des IDZ. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Rechtsradikalismus, Radikalisierung und Hasskriminalität. Er studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und University of Leicester. Er war Sachverständiger für Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags, des Deutschen Bundestags sowie im sächsischen Landtag und für die Stadt München (2017). 2012 erhielt Quent den Nachwuchspreis des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus/ Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf und 2016 den Preis für Zivilcourage der Stadt Jena. Quent ist u.a. Mitglied im Institut für Protest- und Bewegungsforschung sowie im Vorstand von Mobit e.V.. Sein Sachbuch Deutschland rechts außen (Piper 2019) stand auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde mit dem Preis „Das politische Buch 2020“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet. Die ZEIT wählte Quent 2019 zu einem der 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen.

Was interessiert mich am Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Wie in ambivalenten Transformationsprozessen Einflussfaktoren auf den g. Z. wirken, identifiziert und konstruiert werden und wie sich in diesen Verläufen politische Devianz und sich insbesondere der Rechtsextremismus als modernisierte Antimoderne aus gesellschaftlichen Spannungen speist, erneuert und zum Teil bis in den Terrorismus radikalisiert. Dabei interessieren mich insbesondere die makro- und mesosoziologischen Entwicklungen und Interdependenzen, deren Regelhaftigkeiten, Kontinuitäten und Konsequenzen für den Zusammenhalt. Außerdem bewegt mich das konflikthafte Verhältnis unterschiedlicher Deutungen von Einflussfaktoren, Prozessen und Elementen des g. Z. in medialen, politischen, zivilgesellschaftlichen und akademischen Öffentlichkeiten. Mir ist wichtig, entsprechende sozialen Erscheinungen nicht nur aus der Distanz zu beobachten und zu beschreiben, sondern auch faktenbasiert und nah an den Entwicklungen im Sinne demokratischer Kultur zu intervenieren.   

Publikationen (Auswahl)

Quent, Matthias (2019): (Nicht mehr) warten auf den „Tag X“: Ziele und Gefahrenpotenzial des Rechtsterrorismus. In: APuZ 49-50, S. 20-25.

Quent, Matthias (2019): Deutschland rechts außen. Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können. München: Piper.

Geschke, Daniel/ Klaßen, Anja/ Quent, Matthias/ Richter, Christoph (2019): #Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie.

Quent, Matthias/ Richter, Christoph (2019): Democracy under Stress Test. Right-Wing Populist Success at the German Parliamentry Elections, Implications for Social Policy and the East German Case: The influence of socio-economic and politicalcultural spatial effects. In: Dunn, Kerry/ Fischer, Jörg (Hrsg.): Social Work and Social Policy in the Era of Right Populism. Leverkusen: Barbara Budrich.

Quent, Matthias (2018): Rassismus als Fluchtpunkt der Dissonanzgesellschaft. Überlegungen zu den Entstehungshintergründen des NSU. In: Gomolla, Mechtild/ Menk, Marlene/ Kollender, Ellen (Hrsg.): Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland. Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen. Beltz Juventa: Weinheim.

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