Schlüsselbegriffe gesellschaftlichen Zusammenhalts

KON_T_01 – Projekt des FGZ Konstanz

Zielgruppe, Maßnahmen

Die „Schlüsselbegriffe gesellschaftlichen Zusammenhalts“ wollen sich an ein intellektuell aufgeschlossenes, neugieriges Lese- und Denkpublikum richten. Sie sollten auch in den Bücherregalen politischer Entscheidungsträger*innen ihren Platz finden und bei sonstigen relevanten gesellschaftlichen Multiplikator*innen griffbereit sein (Gewerkschaften, Kulturinstitutionen, Kirchen, Schulen, öffentliche Bibliotheken etc.). Da neben der Buchform – angestrebt werden zwei Bände von 200 bis 250 Seiten, die auch einzeln erworben werden können – zudem Auskopplungen auf Blogs und in Kooperation mit der Bundesszentrale für politische Bildung angestrebt sind, sollen sich die Texte zu einzelnen Begriffen überdies an eine internetaffine, mutmaßlich eher jüngere Zielgruppe richten. Dies wird sich sowohl bei der Erstellung des Begriffscorpus (das nicht nur akademisierte, sondern auch alltäglich wirksame, z.B. im Internet verbreitete Semantiken des Zusammenhalts berücksichtigen wird) als auch im formalen Aufbau und der sprachlichen Gestalt der jeweils rund 8 bis 10 Druckseiten starken Texte niederschlagen.

Uns schweben derzeit für jeden Band zwei Rubriken mit jeweils rund 10, insgesamt also rund 40 Beiträgen vor. Die Texte sollen die jeweiligen Schlüsselbegriffe im Wesentlichen gegenwartsorientiert umreißen. Stilistisch gefragt ist eine gute Mischung aus Prägnanz und Anschaulichkeit. Historische Tiefenschnitte können nur vereinzelt erfolgen. Eine auch historisch fundierte Einleitung (und Zwischeneinleitungen zu den Rubriken) wäre der Ort, um einen diachronen Vorlauf zu entfalten und exemplarisch darüber aufzuklären, inwiefern ein gegenwärtig dominierendes Ensemble von Schlüsselbegriffen gesellschaftlichen Zusammenhalts eine zeitspezifische Note trägt. Die Publikation der beiden geplanten Bände in einem größeren Publikumsverlag beziehungsweise einem Wissenschaftsverlag mit signifikanter Ausstrahlung in eine breitere akademisch und politisch interessierte Öffentlichkeit möchten wir ergänzen um Auskopplungen, also Parallel- beziehungsweise Vorveröffentlichungen, sowie um vertiefende publizistische Reflexionen zu gegenwärtigen und historischen Semantiken gesellschaftlichen Zusammenhalts, dies vorzugsweise auch in großen überregionalen Tages- und Wochenzeitungen. Auf der Website des FGZ-Konstanz und / oder der zentralen Website würden wir gerne auch Pod­casts von ausgewählten Beiträgen und von Parallelreflexionen zum Konnex von Sprache / Sprechen und Zusammenhalt vorhalten, etwa in Gestalt von kurzen Expert*innen-Interviews.

Thematischer Bezug zu gesellschaftlichem Zusammenhalt

Der Bezug zum Generalthema ist evident. Die konkreten Konstanzer Forschungen konzentrieren sich auf ausgewählte Themen und Analyseebenen: Neben Schwerpunkten auf Migration, Erwerbsarbeitsintegration und dem gegenwärtigen Strukturwandel von Öffentlichkeit, neben Narrativen und Praktiken des Zusammenhalts möchten wir mit den Schlüsselbegriffen auch die Ebene der Semantik erfassen. Uns schwebt derzeit eine provisorische Einteilung vor, die wir unserer weiteren Konzeptarbeit vor Ort zugrunde legen möchten: 1. Sozialontologische Grundbegriffe, 2. Politische Kampfbegriffe, 3. Bundesrepublikanische Leitbegriffe, 4. Globale Verflechtungsbegriffe. Diese vorläufige Gliederung orientiert sich insbesondere an den institutsweiten Forschungsschwerpunkten und zielt darauf, die Arbeit an Grundbegriffen zu verbinden mit exemplarischen Beiträgen zur gegenwärtigen deutschen Diskurslandschaft, ohne hierbei die Transformation von Begriffsensembles im Zeichen politischer, ökonomischer und kultureller Globalisierungen auszublenden. Leitend wird zudem die gemeinsam erarbeitete, vorläufige institutsweite Heuristik sein, vor allem wenn in Artikeln zu einzelnen Lemmata nachgezeichnet wird, wie und wann deskriptive Beschreibungsweisen von Zusammenhalt normativ (und affektiv) aufgeladen werden.

Laufzeit, Cluster und Forschungsfelder

Laufzeit:

06 / 2020 – 05 / 2024

Cluster und Forschungsfelder:

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