Christopher Möllmann

Christopher Möllmann

Koordinator Teilinstitut Konstanz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Standort Konstanz

Kurzprofil

Christopher Möllmann hat als Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration" (2006-19) Forschungen zu Prozessen der Bildung und Auflösung gesellschaftlicher Ordnung mit angestoßen und koordiniert. Er hat Projekte zur Konstitution von Gruppen in der akademischen Welt (und ihren Grenzbezirken) verfolgt, genauer zur Geschichte der Forschungsgruppe „Poetik und Hermeneutik“ und zu Gruppenbildungen im Milieu der historischen Anthropologie. Im Rahmen des FGZ beteiligt er sich als Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Zentrums für kulturwissenschaftliche Forschung (ZKF) an der Koordination des Konstanzer Standorts und vor allem an dem publizistischen Vorhaben „Schlüsselbegriffe gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Er wird sich zudem den ethischen und ästhetischen Dimensionen des Zusammenhaltens in der Gegenwartsliteratur widmen (in Texten von Nina Bußmann, Terézia Mora, Thorsten Nagelschmidt, Leif Randt und anderen).

Was interessiert mich am Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Semantiken und Poetiken des Zusammenhaltens in der (zumeist) deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Welche ästhetischen Verfahren nutzen Autor*innen, um Arbeits-, Liebes- und Freundschaftsbeziehungen zu verhandeln? Welche unausgeschriebenen, welche ausgearbeiteten Poetologien der sozialen Isolation, der Prekarisierung, aber auch der Solidarisierung und des Gemeinsinns lassen sich rekonstruieren und formulieren? Welche zusammenhaltsrelevanten Werte, Selbstverhältnisse und Bindungsformate also gehen ein in die zeitgenössische Literatur und wie werden sie reflektiert, verstärkt, verworfen?

Forschungsprojekte

Publikationen (Auswahl)

Möllmann, Christopher (2020): Wassergeschichten. Für eine riskante historische Anthropologie in der ersten Person. In: Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie 29: 1, S. 227-240.

Möllmann, Christopher (2014): Der Mensch als ‚Gegenwartswesen‘. Vorschläge zu einer historischen Epistemologie der Berliner Historischen Anthropologie in den achtziger und frühen neunziger Jahren. In: IASL 39: 2, S. 493-514.

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