Social Cohesion in Times of Crisis: die erste Summer School des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)

Autor*in: Wiebke Wehling

Vom 05.-07. Juli 2021 findet digital die erste Summer School des vor rund einem Jahr gegründeten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt statt. Ihr Thema: Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Krisenzeiten. Die künftig jeden Sommer stattfindende Veranstaltung ist Bestandteil der Karriereentwicklung des Forschungsinstituts. „Die Sommerschule ist ein wichtiges zentrales Angebot des FGZ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sich mit den zentralen Themen, Ansätzen und Fragestellungen vertraut zu machen und um voneinander zu lernen. Die Sommerschule bietet Raum für gemeinsame Diskussionen und neue Forschungsinitiativen“, so die geschäftsführende Sprecherin des FGZ, Nicole Deitelhoff, die die Sommerschule mit einem Grußwort eröffnen wird.

Die Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen interessiert die Frage, wie sich Vertrauen in demokratische, rechtsstaatliche Institutionen und in verschiedene Mitglieder der Gesellschaft, insbesondere Minderheiten, während der Corona-Krise entwickelt hat. Welchen Einfluss hat sie auf Ereignisse, Einstellungen und Handlungen, die die Demokratie bedrohen? Wie wirkt sie auf Verschwörungsmythen und das Wachstum gruppenbasierter Menschenfeindlichkeit und Gewalt? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf Solidarität und Sozialkapital in der Gesellschaft? Welche Maßnahmen auf der Ebene von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bzw. welche gesellschaftlichen Teilsysteme und deren Institutionen (z. B. Gesundheit, Justiz, Bildung oder Religion) tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Krisenzeiten zu erhalten? Dabei liegt der Focus der Summer School auch auf dem sozialen Zusammenhalt in Krisen allgemein und historischen Bezügen.

Die Summer School bietet eine wissenschaftliche Arena für ein breites Spektrum von Methoden und Ansätzen. Sie analysiert sowohl historische und aktuelle, als auch globale und regionale Unterschiede des gesellschaftlichen Zusammenhalts und blickt auf Risiken und sich abzeichnende Krisen.

Das FGZ ist ein Verbund aus deutschlandweit elf Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es wurde am 1. Juni 2020 gegründet. Ihm gehören die Technische Universität Berlin, die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig sowie das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz -Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena an.

Aufgabe des FGZ ist es, zu ergründen, wie die gegenwärtigen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Dynamiken gesellschaftlichen Zusammenhalt herausfordern und neu hervorbringen. Darüber hinaus geht das Institut der Frage nach, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in verschiedenen historischen Epochen und in verschiedenen Weltregionen verstanden und immer wieder neu ausgehandelt wurde und wird.

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