Inklusive Verwaltung

INRA_C04 – Projekt des FGZ Konstanz

Das Teilprojekt wird, auch aufgrund rechtsethnologischer Erkenntnisse (voraussichtlich für Ausländerbehörden), wie die verfassungs- und menschenrechtlichen Grundsätze einer inklusiven Teilhabe an einer diskriminierungs- bzw. rassismusfreien Verwaltung realisiert werden können. Neben den Einsichten der Feldforschung wird es hierbei auf Erkenntnisse der Verwaltungsrechtswissenschaft aufbauen, um mögliche Kriterien, Verfahrensregeln und Rahmenbedingungen für eine in diesem Sinne inklusive Verwaltung zu erkunden.

Es geht um Antworten auf folgende Fragen: Welche diskriminierenden Wissensbestände, rassistischen Normvorstellungen, Leitbilder und Praktiken sind in der Verwaltung im Allgemeinen und in Entscheidungsfindungsprozessen im Besonderen vorzufinden? Welche verwaltungsinternen und -übergreifenden Praktiken, Initiativen und Denkanstöße bestehen, um die Verwaltung diskriminierungs- und rassismusfrei zu gestalten? Welche Indikatoren, Kriterien, Verfahren und/oder Rahmenbedingungen sind für eine zukunftsorientierte, moderne Verwaltung erforderlich? Inwiefern stimmen die verwaltungsinternen Vorurteile mit gängigen gesellschaftlichen Bildern überein?

Der Erfolg des Projekts ist an der empirischen und theoretischen Durchdringung des Forschungsgegenstands sowie an der Originalität der Aussagen zu messen. Die qualitätsgesicherten Ergebnisse werden in der Endphase in Fachbeiträgen mit Peer Review veröffentlicht, nachdem als Zwischenergebnis ein Working Paper zum Untersuchungsgegenstand vorgestellt wurde. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit weiteren Teilprojekten und im Austausch mit den Verwaltungsbehörden Kriterien, Guidelines und Handlungsempfehlungen für die Verwaltungen entwickelt.

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