Rassismusbekämpfung und -prävention in Behörden und Sportverbänden – Internationaler Vergleich von Best und Worst Practices

INRA_C03 – Projekt des FGZ Leipzig

Ausgehend von der Tatsache, dass es bereits Programme zur Bekämpfung von Rassismus in Institutionen gibt, ist der Untersuchungsgegenstand des Projekts die Umsetzung von Programmen zur Bekämpfung von Rassismus in ausgewählten Behörden und Sportverbänden in Deutschland, Großbritannien, der Niederlande und den USA. Es sollen mittels verschiedener qualitativer Methoden (Dokumentenanalyse, Experteninterviews), die Programme und deren Umsetzung analysiert werden, um Best- und Worst-Cases in Bezug auf die Bekämpfung von Rassismus in Institutionen zu identifizieren und zu beschreiben. Dabei sollen Probleme und Hindernisse bei der Etablierung und Umsetzung von Antirassismusprogrammen in den Blick genommen werden.

Wir diskutieren insbesondere zwei Fragen: 1. Welche Probleme und Hindernisse lassen sich in nationalen und internationalen Best und Worst Practice-Beispielen in Bezug auf die Rassismusbekämpfung in Behörden und Sportverbänden identifizieren? 2. Wie lassen sich diese Probleme und Hindernisse überwinden und welches Potential haben bestimmte in anderen Ländern erprobte Maßnahmen für die Etablierung in deutschen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen?

Untersucht werden in einem ersten Schritt offizielle Dokumente zur Prävention und Bekämpfung von Rassismus innerhalb von Behörden wie Ausländerbehörden, Bürgerbüros, Polizei sowie Sportverbänden (hier liegt aufgrund der großen Bedeutung der Schwerpunkt auf Fußball bzw. Football in den USA). In einem zweiten Schritt führen wir Experteninterviews mit nationalen und internationalen Expert:innen aus drei verschiedenen Bereichen durch: 1. Beauftragte zur Bekämpfung von Rassismus innerhalb von Behörden der städtischen Verwaltung (Ausländerbehörden, Bürgerservice, Polizei) und von Fußballverbänden bzw. Footballverbänden in Deutschland, Großbritannien, der Niederlande und den USA.; 2. Funktionäre aus (Betroffenen-) Organisationen, deren alleiniges Ziel die Bekämpfung von Rassismus ist und 3. Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Thema Rassismus in Institutionen beschäftigen. Kernanliegen ist die Formulierung von weiterleitenden Handlungsempfehlungen und der Darstellung von erfolgreichen (Best Practice) Programmen und misslungenen (Worst Practice) Fällen.

Neben einem Abschlussbericht inkl. Handlungsempfehlungen werden in dem Projekt zwei Policy Paper veröffentlicht. Darüber hinaus werden pollitische und zivilgesellschaftliche Akteuren beraten und zwei Workshops zur Ergebnisdiskussion und zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen mit Expert:innen durchgeführt.

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